Ökologische Aspekte des Bodens

Skriptum

am Institut für Geographie und Raumforschung an der Karl-Franzens-Universität Graz

 

Vorwort

 

Der Mensch hat in den letzten Jahrzehnten zum Teil massiv in den ökologischen Kreislauf des Bodens eingegriffen. Einer der Hauptgründe war wohl die Steigerung der agrarischen Produktion und die damit verbundenen Monokulturen über längere Zeiträume an den selben Flächen (z. B. Mais in der Steiermark). Dieser Prozess hatte zur Folge, dass neben einer beträchtlichen Zahl an Schädlingen mit rascher Verbreitung auch Erkrankungen an den Kulturpflanzen eintraten, wobei nun vermehrt Herbizide und Pestizide eingesetzt wurden. Die Belastung des Ökosystems Boden wurde aber auch durch fehlerhafte Düngung (zu viel Stickstoffeintrag) in Mitleidenschaft gezogen, wodurch auch das Grundwasser in seiner Qualität erheblich beeinträchtigt wurde. Daneben sind im Nahbereich von Industrie- und Ballungsgebieten auch Schwermetalle in erhöhtem Maße im Boden vorzufinden.

 

Weiters hat der Mensch großflächig und teilweise irreversibel den Wasserhaushalt durch unsachgemäße Bewässerung einer Versalzung zugeführt. Schließlich ist es vielen Gebieten der Erde infolge Übernutzung zu Desertifikation gekommen, und nicht zuletzt spielt das Thema Bodenerosion weltweit eine zunehmende Rolle.

 

Podsol

 

Format: DINA4-Hochformat, Softcover

Details: 86 Seiten mit 20 Bildern und 6 Tabellen

Graz 2004